A K T I O N S G E M E I N S C H A F T    R E T T E T    H A U S    M E E R

Über uns

Home
Chronologie
Aktuelles
Über uns
Modell
Materialien
Fotodokumentation
Feedback
Haftungsausschluss


Über uns [Unser Konzept] [Zwischenbilanz 2004]

Die Aktionsgemeinschaft Rettet Haus Meer ist im Januar 2000 entstanden.

Sie setzt sich aus engagierten Bürgern zusammen.

Sie ist offen für alle.

Sie ist parteiungebunden.

Sie ist unabhängig von Organisationen und wirtschaftlichen Interessen.

Gemeinsam ist allen die ideelle Grundlage.

Sie wird nach außen von einem Sprecherteam vertreten.

Das Sprecherteam bereitet die regelmäßigen Treffen vor.

Die Sprecher:


Ernst Hagemann
Am Eichenkreuz 5
40667 Meerbusch
Fon: (02132) 2764

Elisabeth Jansen
Am Mühlenbach 17
40670 Meerbusch
Fon: 02159/50516
 
    Bankverbindung:
Commerzbank Meerbusch
Konto 100502490
BLZ 320 400 24

Grundlagen unseres Konzeptes für Haus Meer
 [Nach oben]

Haus Meer ist der Identifikationspunkt für die Stadt Meerbusch.

 Um das Gelände für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen, sind ausgehend vom Gutachten der FH Köln in den verschiedenen Bereichen (Säulen) folgende Maßnahmen möglich: 

 

Elemente/Säulen

 

 

Maßnahmen

 

Nutzungsmöglichkeiten

 

Historie/Baudenkmäler

 

Aufbau der Remise

 

 

 

 

 

Neubau auf den Grundmauern des ehemaligen Schlosses durch einen renommierten Architekten

(Beispiele: Insel Hombroich, Fondation Beyeler, Riehen/Basel)

 

 

Stadtarchiv

Standesamt

Ausstellung zur Stadtgeschichte

Bistro/Cafe

 

Multifunktionale Räume für repräsentative Veranstaltungen, Konzerte, Kongresse

 

Temporäre Kunstsammlung

 

Kunstausstellung

 

Bodendenkmäler

 

Grundrisse der Kirche und des Kreuzgangs sichtbar machen und präsentieren

 

Ossuarium/Gewölbekeller restaurieren

 

Lapidarium

 

Gartenhistorie

 

Restaurierung des Parks, des Eiskellers und des Teehäuschens

Nach dem Plan und seiner Umsetzung im Sinne J.C. Weyhes

 

Eiskeller und Teehäuschen als Elemente des Landschaftsparks und als historische Objekte einbinden,

 

Naherholungsmöglichkeit

 

Einfügung in die Reihe der bedeutenden rheinischen Parks als Beispiel der Gartenkultur von überregionaler Bedeutung

 

Ökologie

 

Mühlenbach zurück verlegen

 

Klostergarten anlegen

 

Verzahnung mit NSG und FFH-Gebiet Ilvericher Altrheinschlinge im nördlichen Parkteil

 

Lehr- und Anschauungsobjekt

 

 

Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten/alte Obstsorten

 

Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens

 

 [Nach oben] 


Zwischenbilanz 01/2004
[Zwischenbilanz als PDF-Dokument herunterladen]

Nach jahrelangen Einzelaktionen fand sich im Januar 2000 die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ zusammen mit dem Ziel:

  • zu erreichen, dass der gültige Bebauungsplan von 1974, der eine 12-geschossige Altenheim-Anlage auf Haus Meer vorsah, aufgehoben wird,
  • die vorgesehene massive Überbauung des Areals zu verhindern,
  • auf die Bedeutung und die historischen Strukturen des Geländes von Haus Meer aufmerksam zu machen,
  • zu bewirken, dass das gesamte Gelände auf seine historischen Quellen hin untersucht und die denkmalwerte Substanz des Areals erstmals erfasst und bewertet wird,
  • dass die Denkmale unter Schutz gestellt werden, um sie zu retten, für die Zukunft zu erhalten, vor einer auf rein wirtschaftlichen Interessen basierenden Überbauung zu schützen und für heutige und zukünftige Meerbuscher erlebbar zu machen,
  • dass die Stadt das Gelände erwirbt und einer öffentlichen, kulturellen Nutzung zuführt.

Wir haben schon viel erreicht!


Stand der Entwicklung in Kürze:

Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ führte am 13. September 2000 eine Podiumsdiskussion mit Experten durch, um die Problematik von Haus Meer Politikern und einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen.

Ergebnis:

Politik und Verwaltung erkennen die Notwendigkeit eines Fachgutachtens über das Areal Haus Meer.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ informierte die Bevölkerung und die Politiker in vielfältiger Weise :

  • Aktion: „Haus-Meer-Bebauungsplan: Bitte aufheben!“
    mit Helmut Martin-Myren startete vor der Ratssitzung am 26. Oktober 2000 .
     
  • Performances unseres Mitglieds Helmut Martin-Myren in der Teloy-Mühle im November 1999 und 2000 zum Thema: „Haus Meer, die historische Wurzel von Meerbusch“ – „Ent (d) - Werte“.
     
  • Info-Stand am Teehäuschen bei Haus Meer im Dezember 2000, um mit Banner und umfangreichem Bildmaterial über die Vergangenheit und geplante Zukunft von Haus Meer zu informieren.
     
  • Aktion: „Wunschzettel: Bitte Bebauungs-Plan aufheben!“ vor der Ratssitzung im Dezember 2001.
     
  • Stände auf dem Ökomarkt in den Jahren 2000, 2001, 2002 und 2003 mit umfangreichem Bild- und Schriften-Material.
     
  • Information durch Flyer und Plakate.
     
  • Bild-, Schrift-, und Bastelmaterial, samt Lehrerhandreichung für „Haus Meer-Projekte“ im Unterricht an Meerbuscher Schulen“.
     
  • Einladung von Experten zu Fachvorträgen.
     
  • Regelmäßige öffentliche Treffen, Pressekonferenzen und Leserbriefe.
     

Ergebnis:

Die Meerbuscher Bevölkerung entwickelt reges Interesse. Viele Bürger aller Ortsteile und Altersgruppen beteiligen sich, bringen eindrucksvolle Erinnerungen und Erlebnisse, interessante Bilder, Fotos, Filme und Informationen mit ein.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ informierte Politiker und Öffentlichkeit mittels umfangreichen Bild-, Schriften- und Modellbau-Materials:
 

  • Info Nr. 1 Der Schlosspark (Dr. Rosemarie Vogelsang)
    stellt die kulturhistorische Bedeutung des Schlossparks von Haus
    Meer heraus.
     
  • Info Nr. 2 Die Barockfassade (Dr. Rosemarie Vogelsang)
    beschäftigt sich u.a. mit der Datierung der Remise und kommt zu
    dem Ergebnis, dass es sich um ein einmaliges Barockdenkmal
    handelt.
     
  • Info Nr. 3 Der Fall des Mühlenbachs (Heinrich Vetter)
    deckt u.a. weitere verborgene Bodendenkmäler auf.
     
  • Info Nr. 4 Die Grabplatte der Elisabeth von Zweiffel aus dem Jahre 1651
    (Dr. Rosemarie Vogelsang)
    beschreibt ein einmaliges Denkmal für die Grabkultur des 17.Jahrh.
    im Kloster Meer.
     
  • Info Nr. 5 Meerer Wassermühlen ( Dipl.-Ing. Ernst Hagemann)
    gibt Einblick in die Bewirtschaftung des Klosters.
     
  • Info Nr. 6 Der Eiskeller (Heinrich Vetter)
    erläutert mittelalterliche Techniken der Haltbarmachung von
    Nahrungsmitteln.
     
  • Info Nr. 7 Der Park von Haus Meer (Heinz Ruyter)
    stellt die historische und ökologische Bedeutung des Meerer Parks
    heraus.
     
  • Info Nr. 8 Zwei bedeutende Kulturdenkmäler aus dem Kloster Meer
    (Beate Fröhlich)
    beschreibt kultur-historische Kleinode, die weit verstreut zum Teil in
    Vergessenheit gerieten oder verschwunden waren.
     
  • Das Modell des Klosters Meer ( Beate und Dipl.-Ing. Walter Fröhlich)
    ermöglicht eine aktive Beschäftigung mit der Meerbuscher Vergangenheit.
     

Ergebnis:

Das öffentliche Interesse nimmt weiter zu - nicht zuletzt auf Grund der Präsenz unseres Materials im Internet. Aus ganz Deutschland, sogar aus den USA kommen Anfragen.

Die Notwendigkeit eines Fachgutachtens wird immer zwingender.

[Alle Infos der Aktionsgemeinschaft können Sie hier herunterladen.]


Der Rat beschließt im Januar 2001, anhand eines wissenschaftlichen Untersuchungsauftrags die Erfassung und Bewertung der erhaltenswerten Elemente auf dem Gelände von Haus Meer, auf der Grundlage der „4 Säulen" : 1. Historie, 2. Baudenkmäler, 3. Bodendenkmäler, 4. Flora / Fauna.

Im Juni 2001 wird das Gutachten an die Fach-Hochschule Köln in Auftrag gegeben.

Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ wirkte bei der Ausarbeitung und Durchführung des Untersuchungsauftrags mit, um historische Belange stärker zur Geltung zu bringen und die Untersuchungen zu begleiten. Sie war Mitglied im „Arbeitskreis Haus Meer“ und beteiligte sich konstruktiv an allen Sitzungen.

Ergebnis:

Das nach einjähriger Untersuchung des Geländes am 16.07.2002 vorgelegte Gutachten beweist:
Das gesamte Gelände Haus Meer ist in allen Bereichen ein einmaliges Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung und wird als Gesamtdenkmal unter Schutz gestellt. Das Gutachten wird als Grundlage für jegliche Planung akzeptiert.

2003 erscheint die Veröffentlichung des Gutachtens in Buchformat und ist als „Dokumentation und Analyse zu aus Meer“ (ISBN 3-9804756-2-x) im Buchhandel erhältlich.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ nahm in den Jahren 2000 bis 2004 an fast allen Sitzungen des Planungs- und des Kulturausschusses sowie des Stadtrates teil.

Die Aktionsgemeinschaft “Rettet Haus Meer“ stellte an den Planungsausschuss und den Stadtrat immer wieder Anträge zur Aufhebung des unseligen Bebauungsplanes B 93 von 1974, der auf dem Gelände ein 12-geschossiges Altenheim vorsah.

Ergebnis:

Der Planungsausschuss leitet endlich am 10.10.2002 die Aufhebung des Bebauungsplans 93 ein.
Am 28.11.2002 hebt der Rat der Stadt Meerbusch den Bebauungsplan B93 auf.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ stellte an den Kulturausschuss und den Stadtrat immer wieder Anträge zur Sicherung der Remise.

Ergebnis:

Nach Abschluss der Untersuchungen soll eine Sicherung und Restaurierung der Remise erfolgen.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ führte intensive und kontinuierliche Gespräche mit:
 

  • den Vorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden aller im Rat vertretenen Parteien,
  • dem Eigentümer des Areals,
  • dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege,
  • dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege,
  • dem Rheinischen Amt für Gartendenkmalpflege,
  • dem für Denkmalpflege zuständigen Ministerialrat im Landesbauministerium,
  • dem Umweltministerium,
  • dem Landtagsabgeordneten Oliver Keymis,
  • Landrat Dieter Patt,
  • Baron Friedrich von der Leyen,
  • dem Meerbuscher Kulturkreis,
  • dem Pfarrgemeinderat der Büdericher Mauritius-Pfarre,
  • dem Pfarrer der Büdericher Bethlehem-Gemeinde,
  • der NRW-Stiftung,
  • der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Ergebnis:

Die Wichtigkeit unseres Anliegens wird erkannt und führt bei den meisten Gesprächsteilnehmern zu spontanen Unterstützungsangeboten.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ beteiligte sich am Stadtmarketing-Projekt (Oktober 2002 – April 2003), um auch Jugendlichen Gelegenheit zu geben, die Vergangenheit unserer Heimatstadt kennen zu lernen und die Zukunft mit zu gestalten.

Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ informierte sich und viele Interessierte auf Fahrten in die nahe und ferne Umgebung über die Geschichte von Haus Meer und die Erfahrungen mit gleichen oder ähnlichen Projekten.

Ergebnis:

Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ entwickelt ein tragfähiges Nutzungs- und Finanzierungskonzept (2000 / 2002) und findet öffentliche und private Zuschussgeber, Förderer und Unterstützer für das Zukunfts-Projekt Haus Meer.


Die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ beteiligte sich an einem Werkstattverfahren, in dem Architektenteams in einem Wettbewerb ihre Ideen und Entwürfe für Haus Meer präsentierten (04. November bis 20. Dezember 2003), um sicher zu stellen, dass die Vorgaben des Gutachtens eingehalten werden und eine denkmalverträgliche Bebauung für Haus Meer geplant wird.

Ergebnis:

Die Jury entscheidet sich für den Entwurf von HPP mit WES-Landschaftsplaner auf Grund seiner denkmalgerechten Planung im historischen Klosterbereich und einer überzeugenden Planung für die Gestaltung des Weyhe-Parks.


Im Januar 2004 sind wir der Rettung von Haus Meer ein gutes Stück näher gekommen.

Das haben wir erreicht:
 

  • der Bebauungsplan 93 ist aufgehoben,
  • das vom Expertenteam bevorzugte Modell sieht nur noch etwa ein Drittel des ursprünglich mit über 30 000 m² geplanten Bauvolumens vor,
  • im Klosterbereich ist eine denkmalverträgliche Architektur geplant,
  • die Remise ist in Ansätzen gesichert und soll wieder aufgebaut werden,
  • auf dem Standort des ehemaligen Schlosses ist ein - das Ensemble ergänzender - Neubau geplant,
  • die Bodendenkmäler stehen unter Denkmalschutz, sollen gesichert und erlebbar gemacht werden,
  • der Weyhe-Park ist als Gartendenkmal anerkannt und soll restauriert werden und
  • Haus Meer als Gesamtdenkmal in die Denkmalliste der Stadt Meerbusch aufgenommen wurde.

Dennoch:

  • Es ist nicht gewährleistet, dass der Denkmalschutz in allen Teilbereichen genügend Beachtung findet, und dass nicht doch hier wieder die Forderung des Eigentümers nach einer hohen Wirtschaftlichkeit zu Lasten des Denkmals und der Ökologie geht.
  • Außerdem ist die Frage der Nutzung nicht geklärt. Es ist noch nicht gesichert, dass auf Haus Meer wirklich ein Identifikationspunkt für alle Meerbuscher entsteht mit öffentlicher Nutzung und als kultureller Mittelpunkt unserer Stadt.

Deshalb:

  • wird sich die Aktionsgemeinschaft „Rettet Haus Meer“ weiterhin kontinuierlich einsetzen für eine lebendige, interessante, kulturelle, für alle Meerbuscher erlebbare Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf Haus Meer,
  • laden wir alle Meerbuscher ein, sich mit uns zu engagieren und die Chance wahrzunehmen, aktiv mit zu gestalten und praktisch etwas zu bewegen.

Denn:

Die Zukunft von Haus Meer als Mittelpunkt
unserer Stadt geht uns alle an!


 

Beate Fröhlich
 

[nach oben]

 

Document made with Nvu
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: webmaster@rettet-haus-meer.de